Einfach mal abgelegt: Cayman S 981C

Was hier wirkt wie ein mühevoll komponiertes Bild, welches dem Photoshoppinsel eines begabten “Car Fakers” entstammt, schwebt so tatsächlich über unsere Straßen hinweg. Dieser Porsche Cayman S 981C vereint die aggressive Optik eines hochkarätigen Supersportlers mit absolut präzisem Fitment und einem Tiefgang, bei dem jedem Anhänger der “Stanced”-Bewegung das Wasser im Mund zusammen läuft. So etwas sieht man tatsächlich nicht oft und ein weiteres Exemplar dieser Güte ist uns auch nicht bekannt, weshalb wir diesen Boliden direkt einmal hier platzieren mussten.

Der 981C ist der bisher letzte Cayman, der noch mit dem boxenden Sechsender ausgeliefert wurde. Als wäre der Klang dieses klassischen Aggregats nicht schon betörend genug, darf in diesem Fall sogar durch eine Akrapovic Cat-Back aus Titan ausgeatmet werden. In Kombination mit einem BMC Sportluftfilter ist die akustische Meisterleistung hinter der Fahrgastzelle vollendet. Ob nun frische Luft angesaugt oder verbranntes Gemisch ausgestoßen wird, beides meldet sich mechanisch röchelnd zu Wort. Das ist dann wohl eine adäquate Geräuschkulisse für die 350PS, die der 3,5L Motor da raushaut und mithilfe eines 7-Gang PDK Automatikgetriebes an die Räder weitergibt.

Apropos Räder: Die Felgen selbst sind schon an sich ein Highlight, regen sie den Betrachter doch kurz zum Nachdenken an. Filigranes 5-Star Design oder doch eher Y-Speiche? Und plötzlich fallen einem dabei die Details dieser 20-zölligen Asphalt Dreams auf. Da wären zum Beispiel die wertigen schwarzen Schrauben, die den Dreiteiler zusammen halten, oder die rote Plakette mit ausgefrästem Firmenlogo, welche diese Verbindung ziert. Alles zeugt von hohem fertigungstechnischen Niveau. Hankook S1 Evo in 225/30 an der Vorderachse und 245/35 an der Hinterachse ummanteln diese Kunstwerke und sorgen somit für den Straßenkontakt.

Gerade am Heck sind die Räder jedoch nicht das einzige, das einem direkt ins Auge springt. Hier dominiert ganz klar der brachiale Heckspoiler, wie man ihn sonst eigentlich am GT3 RS findet. Passend zur geänderten Front gibt es hier ansonsten das GT4 Heck mitsamt entsprechenden Rückleuchten und einem in Klavierlack gehüllten Diffusor. Zwischen GT3 Spoiler und GT4 Hintern klemmt sich zudem noch ein Techart Ducktail und bildet einen grandiosen Übergang.

Seine extreme Tieferlegung erreicht der Porsche durch ein speziell angefertigtes HP Drivetech Luftfahrwerk in Verbindung mit Uniball Domlagern, über die der Sturz weiter verstellt werden kann. Dazu kommt hier ebenfalls die allseits beliebte Airlift Steuerung zum Einsatz. Die Betonung liegt hier wohl wirklich auf “speziell angefertigt”, denn dieser Tiefgang ist für einen Cayman nun doch recht untypisch.

Das weiße Gewand dieses Cayman ist in unseren Augen maßgeblich für diese so saubere Optik. Mittlerweile sieht man davon allerdings nicht mehr viel und stattdessen posiert der Porsche nun in kräftigem Lila. Die Folierung von WrapSign steht ihm gut, wie wir finden.

Für uns ist dieser Porsche ein besonderer Leckerbissen für das Auge, der seines Gleichen sucht. Man möchte ihn am liebsten in einer übergroßen Vitrine drapieren und ausstellen, wäre da nicht der Wille, dieses röhrende Sportgerät artgerecht auszufahren.

 

 

Artikel: Tim Schwarz

Fotos: Marc Ingenpass/Florian Höck

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