Reifenschredder: WRAPworks Mustang

Nachdem wir dieses Shooting hier abgeschlossen hatten, war es so, als wären wir mal wieder zurück auf die richtige Spur gerückt worden. Neben all der Arbeit und Mühe, die wir in unsere Fahrzeuge investieren, um irgendeine Vision zum Leben zu erwecken, kommt es doch nur auf eines an: Spaß. Klar, man hat Bock auf das Schrauben und Verwirklichen. Man schmilzt dahin, wenn man sein Projekt von allen Seiten betrachtet und bestaunt. Aber so richtig aufleben, das macht man erst, wenn man dieses Ding mit den vier Rädern auch mal zügig bewegt. Man muss einfach auch die Sau rauslassen und die Kraft spüren, die da unter der Haube lauert. Und genau diese Portion Gänsehaut ist der Grund für die Existenz des WRAPworks Mustangs.

Die Philosophie von WRAPworks-Inhaber Timo ist einfach: ein Auto muss Spaß machen und den Fahrer in Euphorie versetzen. Auf der Suche nach dem perfekten Auto dafür war dieser 2015er Mustang nicht seine erste, aber ganz sicher die bisher beste Wahl. Wuchtige Kanten, ernster Blick und rohe Kraft bilden den perfekten Ausgangspunkt für ein Werkzeug zum Stressabbau. Mit serienmäßigen 421PS, dem Ford Performance Paket und Recaro Sportsitzen fand dieses Exemplar seinen Weg in Timos Garage. All das verspricht schon eine Menge, aber hey, natürlich war das nicht genug, wie man unschwer erkennen kann.

Auf den ersten Blick springt einem natürlich die Folierung ins Auge: Matt-Silberne Basis, grüne Streifen mit funkelnden Flakes und von schwarzen Zacken umrandet. Dazu gibt es diverse Schriftzüge und Herstellerlogos, die nebenbei bemerkt alle Modifikationen an diesem Fahrzeug repräsentieren. Dieses Foliengewand aus eigenem Hause unterstreicht mehr als deutlich die Mentalität, mit der dieser Mustang gefahren wird. Hinzu kommt die komplette Roush-Kur, bestehend aus einem aggressiven Ducktail und einem Heckdiffusor, welcher Platz für vier Endrohre schafft.

Diese vier Endrohre verdankt der Mustang einem Roush Endschalldämpfer, der in Kombination mit 200 Zellen Kats und Fächerkrümmer von Schropp Tuning verbaut wurde. Wenn dieser die Klappen öffnet, ist der Tinitus garantiert. Zudem wurde die europäische Heckblende durch die elegantere US-Version ersetzt. Wandert der Blick von hier aus über die Seite, so fallen die dezenten Roush Scoops auf, welche auf den hinteren Seitenfenstern montiert sind.

Dem überraschend gut passenden Kontrast zur grünen Folie dienlich, rollt der Ford auf blau gepulverten Oxigin Oxflow 21 in den Maßen 9×20″ an der Vorderachse und 10,5×20″ an der Hinterachse. Michelin Pilot Supersport und Pilot Sport 4S versuchen hier krampfhaft für Traktion zu sorgen, wobei sich gerade die 4S an der Hinterachse oftmals in Rauch und Gummifussel auflösen. Kein Wunder, da es hier auch nicht bei den 421 PS Serienleistung verblieb. Dazu aber erst später mehr.

Passend zum abgeänderten Heck gleitet vorn nun ein APR Splitter aus Carbon über den Boden. Damit dieser nicht der einzige Repräsentant des edlen Materials ist, gab es noch eine Anderson Composites Carbonhaube obendrauf. Nebelscheinwerfer und Tagfahrleuchten reihen sich in das Design ein, sind in grüne Folie gehüllt und sorgen mit grünen Blitzlichtern hinter der Kühlerverkleidung bei Bedarf für entsprechendes Ambiente zur Burnout-Show.

Das schwarz-grüne Thema wird natürlich auch im Innenraum aufgegriffen. Das Lenkrad wurde aufgepolstert und mit Alcantara und perforiertem Leder bezogen. Genau wie die Recaros wird es von grünen Nähten verziert. Zudem schmücken Zierleisten in Carbonoptik das Armaturenbrett. Der Roush-Einfluss wird auch hier in Form des Schaltknaufes wieder aufgenommen. Hinter den vorderen Sitzen ist der Wagen ansonsten leer geräumt worden.

Wie bereits erwähnt, sind diese optischen Aufwertungen eigentlich nur das Sahnehäubchen und unter dem Blechkleid wartet tatsächlich noch mehr. Ein ST Suspensions STX Gewindefahrwerk sorgt für vernünftigen Tiefgang und ein präziseres Fahrgefühl. Das 3-fach härteverstellbare Eibach Anti-Roll-Kit, sowie eine Steeda G-Trak K-Brace und eine Ford Racing Domstrebe nehmen dem Chassis jede ungewünschte Verwindung und Bewegung.

Unter der Haube hat sich ebenfalls einiges getan. Abgesehen von der bereits erwähnten kompletten Abgasanlage wurde hier ein JLT Cold-Air-Intake verbaut. Durch diesen atmet der 5.0l V8 in die Ansaugbrücke des 2018er Facelift Modells der GT Version ein. Mit entsprechender Abstimmung hat Schropp Tuning diesen Boliden schlussendlich auf 504PS gepusht, was ihn nun mit 537 Newtonmetern Drehmoment schwarze Streifen auf den Boden drücken lässt.

Dieser Mustang hier macht auf jeden Fall ordentlich Laune und demnach zu urteilen, was wir beim Shooting erlebt haben, genießt Timo genau das in jeder Sekunde. Burnouts und Drifts? Ohne zu zögern an der Tagesordnung! Wer mehr und vor allem bewegte Bilder sehen will, sollte sich unbedingt in unser Video-Feature hiervon reinklicken!

 

 

Artikel: Tim Schwarz

Fotos: Marc Ingenpass

 

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